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-14-
02
2010

Seminar: Research Trends in Media Informatics

Ich denke nicht, dass es übertrieben ist zu sagen, dieses Seminar gehört mit zu den Höhepunkten meines bisherigen Studiums an der Uni Ulm. Ein einfaches Seminar haben die Jungs vom Institut für Medieninformatik zu einer vollständig konferenzähnlichen Veranstaltung aufgebohrt – und es hat sich für alle gelohnt. Die Seminarthemen orientierten sich an aktuellen Forschungstrends aus dem Bereich der Medieninformatik und insbesondere aus den Bereichen des Ubiquitous Computings. Allerdings waren die Themen allgemein genug, um mehr als nur punktuelle Forschungsergebnisse anderer zu beschreiben. Vielmehr bot jeder einzelne Vortrag einen guten Einblick in den jeweiligen Themenkomplex ohne all zu spezifisch für die anderen Teilnehmer zu werden. Dies sorgte insbesondere für rege Diskussionen am Ende jeden Vortrags. Die vier Sessions teilten sich in die Bereiche Ubiquitous Computing, Devices and Games, Networking Trends sowie Social Computing ein.
Verschiedene Beiträge werden in Kürze auf IOException vorgestellt.

Doch der Ablauf unterschied sich von dem üblichen Abläufen: Ausarbeitung schreiben, Überarbeitung mit einem Betreuer, Powerpoint Folien erstellen und letztendlich die typischen Präsentationen.



Zunächst wurden wir dazu motiviert, unsere Paper auf Englisch zu verfassen. Der Review-Prozess wurde um ein Peer-Reviewing erweitert, bei dem die Teilnehmer Arbeiten anderer mitbegutachteten. Bei den Vorträgen legten die Betreuer Wert auf ansprechende Präsentationen abseits von Powerpoint und Bullet Points.
Dieser Mehraufwand wurde letztendlich mit einem wirklich sehr konferenznahen Blockseminar belohnt. Es gab Badges für alle Teilnehmer, gedruckte(!) 130-seitige Proceedings mit allen Papern und sogar zwei Keynotes Speeches – darunter ein Forscher aus den Niederlanden ;-)
Selbst ein Social Event am Ende hat es gegeben, es war echt noch nett im Barfüsser!

Nochmal großes Lob an Boto, Stefan, Flo, Elmar, Basti und Björn für die besondere Betreuung des Seminars!

Und irgendwie hat dieses Seminar Lust auf mehr gemacht – kurze und interessante Vorträge, die einen Blick über den Tellerrand ermöglichen, gerne auch noch interdisziplinärer. Mal sehen, ob wir da noch etwas weiteres auf die Reihe bekommen.


Geschrieben von Benjamin Erb am 14.02.2010 in Studium Kommentare: (0) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: informatik, privacy, software, studium, ubiquitous computing, ulm, web 2.0
-22-
01
2010

diretto

Als Student im Diplomstudiengang Medien-Informatik an der Uni Ulm ist es Bestandteil des Hauptstudiums, ein Anwendungsfach aus den Teilgebieten der Medien-Informatik zu belegen. Hierbei stehen unter anderem Vertiefungsrichtungen wie Computergrafik, Computer Vision, Ubiquitous Computing, Medienpädagogik, Interaktive Systeme, Interaktives Video oder Mensch-Maschine Dialogsysteme zur Auswahl.

Meine Wahl hierbei fiel auf Ubiquitous Computing – dem Trend hin zum allgegenwärtigen Computer oder dem „Internet der Dinge“. Ob als intelligenter Kühlschrank, im vernetzten Auto oder in Form von intelligenten Smartphones, der Computer und mit ihm oft auch das Internet werden immer omnipräsenter. Das Anwendungsfach besteht einerseits aus den Vorlesungen Multimediasysteme und Mobile & Ubiquitous Computing, und andererseits aus einer wissenschaftlichen Projektarbeit über zwei Semester in Kleingruppen.

Derzeit arbeiten Stefan, Cookie und ich an einer Idee von Stefan, aus der nun unser Projekt entsprungen ist: Einerseits erlaubt der technologische Fortschritt performante mobile Internetzugänge und eine fast ubiquitäre Vernetzung. Auf der anderen Seite ist qualitatives und verteiltes Dokumentieren von Ereignissen unter echtzeitnahen Bedingungen bisher nicht ohne weiteres möglich. Genau hier setzt unser Projekt, diretto (ital.: direkt, aus erster Hand) an.



Zunächst versuchen wir im Rahmen des Projekts die Vorgänge und Merkmale verteilter Berichterstattung auf eine allgemeine und offene Schnittstelle zu abstrahieren. Anschließend werden wir Referenzimplementierungen verschiedener Dienste bereitstellen, die darauf aufbauen. Das beinhaltet sehr unterschiedliche Teilaspekte, wie die Aufnahme und Erstellung von Beiträgen in verschiedenen Formen wie Bild, Text, Audio oder Video, aber auch die Verteilung, Speicherung und Aufarbeitung solcher Daten zu nützlichen Informationen.

Unser geplantes System ist an keinen festen Anwendungszweck gebunden und soll in verschiedensten Szenarien eingesetzt werden können. Ein möglicher Bereich ist der Katastrophenschutz. Hier ist es besonders wichtig, bei großflächigen Einsätzen nach Unfällen oder Naturkatastrophen zunächst Ordnung ins Chaos zu bringen. Das bedeutet vor allem Sammeln, Filtern und Bewerten eintreffender Daten und das Erstellen von Bestandsaufnahmen. Eine verteilte, mobile Anwendung hierfür ist genauso interessant wie die Möglichkeit, einen Teil der Aufgaben wie das Bewerten auch entfernt durchführen zu können. Ein anderes Szenario wäre ein Live-Bericht eines öffentlichen Großereignisses. So könnte mithilfe eines solchen Systems zum Beispiel ein Fahrradrennen übertragen werden, in dem die Beiträge verschiedener Zuschauer an verschiedenen Stellen der Strecke digital und echtzeitnah gesammelt werden und über das Internet Interessierten zugreifbar gemacht werden. Ein weiteres mögliches Einsatzszenario ist die Dokumentation von Veranstaltungen wie Demonstrationen. Nicht zuletzt die Ereignisse der Freiheit-statt-Angst Demonstration in Berlin haben gezeigt, wie wichtig eine entsprechende Dokumentation sein kann.

Während sich Stefan sich zunächst seiner ursprünglichen Idee widmen wird, mithilfe eines mobilen Computers im Rucksack Fotojournalismus auch unter widrigen Umständen durchführen zu können, wird sich Cookie anfangs um die Integration eines Smartphones kümmern. Ich werde mich hauptsächlich mit den technischen Aspekten der API und vor allem der serverseitigen Speicherung der Daten beschäftigen, was ich mir aufgrund meines Interesses an verteilten Systemen entsprechend ausgesucht habe. Da die genannten Szenarien Anforderungen an das System in Bezug auf Phasen hoher Nutzungsintensität und Verfügbarkeit stellt, muss ein solches System vor allem gut skalieren und ausfallsicher designt sein. Dann wird es für uns als nächstes darum gehen, weitere Aspekte zu implementieren und vor allem das System unter echten Bedingungen zu testen.

Aktuelle Informationen zum Projekt und dessen Verlauf gibt es übrigens auf unserer Projektseite unter diretto.org.



Geschrieben von Benjamin Erb am 22.01.2010 in Studium Kommentare: (0) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: coding, diretto, studium, ulm, web 2.0
-01-
01
2010

SSH-Tunnel und SOCKS Proxy Forwarding als Alternative zum Surfen über (Web)VPN

An meiner Uni sind einige Webressourcen nur aus dem Intranet zugreifbar, das heißt man braucht als Client eine IP aus dem Uni-Netz. Um von extern darauf zuzugreifen, ist die Einwahl über ein VPN notwendig. Neben der klassischen "schwergewichtigen" Einwahl über einen VPN-Client gibt es noch die Möglichkeit, einen Web-VPN zu nutzen. Hier werden nach der Authentifizierung alle HTTP-Anfragen über eine spezielle Seite der Rechenzentrums getunnelt. Leider lässt nicht nur die Verfügbarkeit des Dienstes manchmal zu wünschen übrig, sondern auch die verfügbaren Bandbreiten machen es uninteressant für den Download größerer Paper.

Als Alternative hierzu ist mir die Möglichkeit begegnet, mithilfe des Application Level Port Forwardings von SSH Zugriffe zu tunneln. Durch den Flag "-D portnummer" erzeugt der SSH-Client beim Verbinden einen lokalen SOCKS-Proxy auf diesem Port, der über den SSH-Tunnel Requests weiterleitet. Endpunkt stellt der SSH-Server da. Mithilfe zusätzlicher Flags lässt sich außerdem ein Timeout unterdrücken.

Im Falle der Uni Ulm und einer Einwahl auf den Server des Rechenzentrums (KIZ) sieht der Aufruf so aus:

ssh -D 8800 -o ServerAliveInterval=60 s_login@login.rz.uni-ulm.de


Nach erfolgreichem Verbindungsaufbau steht dann lokal unter dem Port 8800 der SOCKS-Proxy zur Verfügung und kann im Browser eingetragen werden. Für eine dynamische Nutzung bieten sich unter Firefox Plugins wie FoxyProxy an. Hier lassen sich Regelsätze definieren, wann dieser Proxy benutzt werden soll, zum Beispiel für alle Uni-Seiten.
Geschrieben von Benjamin Erb am 01.01.2010 in Studium Kommentare: (2) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: studium, ulm, web
-29-
11
2009

Semantic Mashup

Aus meiner Seminararbeit zum Thema Semantic Mashups aus dem vergangenen Sommersemester ist nun ein kleiner Technical Report geworden. Im Paper werden Mashups – also Anwendungen, die Informationen verschiedener Webseiten vermischen – analysiert und verschiedene technische Grundlagen, die hierfür nötig sind erläutert. Desweiteren werden existierende Mashup-Engines und Architekturen vorgestellt, sowie Herausforderungen und Probleme beim Erstellen von Mashups aufgezeigt.


Abstract:
Nowadays, the World Wide Web has become the most important source of information for many people and is nearly indispensable. However, the information is spread on billions of web pages. So there is an increasing demand to combine the data of different web pages for an acquisition of information. Mashup applications assist the user at this task. This paper will give an overview about how to extract structured and semantical data out of web pages using different technologies and also shows, what types of mashup applications already exist. Furthermore we take a look at mashup architectures and engines and unresolved issues for mashup applications.


Benjamin Erb, Jan-Patrick Elsholz, Franz J. Hauck: Semantic Mashup: Mashing up Information in the Todays World Wide Web – An Overview. VS-R08-2009, 2009. [pdf] [bib]

Geschrieben von Benjamin Erb am 29.11.2009 in Programmierung, Studium, Web Kommentare: (0) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: coding, informatik, software, studium, user interfaces, web 2.0
-29-
08
2009

Word-Cloud – Seminararbeit "Semantic Mashup"

Hier eine Word-Cloud (erzeugt mit Wordle) zu einer Seminararbeit von mir aus dem vergangenen Semester:


Geschrieben von Benjamin Erb am 29.08.2009 in Studium Kommentare: (0) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: information design, studium, typografie, web 2.0
-01-
08
2009

Represent your University

Underground-Uni-Ulm-Merchandising – streng limitiert, völlig inoffiziell, selbst gemacht, RUN DMC Tribut zollend:
Geschrieben von Benjamin Erb am 01.08.2009 in Studium Kommentare: (0) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: design, studium, ulm
-18-
04
2009

Halbjahreszeugnis

Vordiplom
Geschrieben von Benjamin Erb am 18.04.2009 in Studium Kommentar: (1) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: studium
-21-
02
2009

Studiengang Psychologie in Ulm schon 2009

Wie aus den offiziellen Stellenbeschreibungen hervorgeht, die vor wenigen Tagen veröffentlich wurden, wird der Bachelor-Studiengang Psychologie in Ulm mit Schwerpunkt im Bereich der Kognitionswissenschaften schon bereits zum kommenden Wintersemester 2009/2010 anlaufen, und nicht wie bisher beschrieben erst 2010.

Die Stellenbeschreibungen der ersten beiden Professuren, die im Übrigen beide mit Leitungsfunktionen verbunden sind, lautet wie folgt:

W3-Professur für Allgemeine Psychologie

Der Stelleninhaber/die Stelleninhaberin soll in der Lehre das Fach Allgemeine Psychologie vertreten sowie Aufgaben in der Methodenlehre und in einem weiteren Fach übernehmen.
[...]

W3-Professur für Sozialpsychologie

Der Stelleninhaber/die Stelleninhaberin soll in der Lehre das Fach Sozialpsychologie und ein weiteres Grundlagenfach oder ein Anwendungsfach (bspw. Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie oder Klinische Psychologie) vertreten sowie Aufgaben in der Methodenlehre übernehmen.
[...]

Es bleibt also spannend, wie sich die Psychologen samt erstem Jahrgang an Studierenden in die Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik noch dieses Jahr eingliedern werden.
Geschrieben von Benjamin Erb am 21.02.2009 in Studium Kommentare: (0) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: psychologie, studium, ulm
-23-
01
2009

Bald auch Studiengang Psychologie an der Uni Ulm

Seit zwei Monaten steht nun fest, dass an der Universität Ulm Psychologie als neuer Bachelor/Master-Studiengang eingeführt wird. Dies wurde unter anderem im Rahmen des Programms "Hochschule 2012" zur Entlastung der geburtenstarken Jahrgänge in den nächsten Jahren vom Land Baden-Württemberg forciert. Etwas überraschend ist jedoch, dass nach bisherigem Plan laut Präsident Ebeling der neue Studiengang nicht in der medizinischen Fakultät verankert werden soll, die bereits mit der Abteilung psychosomatische Medizin und Psychotherapie verwandte (Lehr-)Kapazitäten besitzt. Stattdessen sollen die Psychologie in die Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik eingegliedert werden. Dies soll sich auch positiv auf den kürzlich genehmigten Sonderforschungsbereich 62 auswirken, der unter dem Titel "Eine Companion-Technologie für kognitive technische Systeme" interdisziplinär in den Bereichen Informatik, Ingenieurwissenschaften, Neurowissenschaften und Psychologie forscht. Diese (derzeit noch nicht endgültige) Einordnung zu den Ingenieurwissenschaften und der Informatik könnte das Profil des Studiengangs Psychologie in Ulm prägen. Unklar scheint bisher noch zu sein, wann der neue Studiengang eingeführt wird. Bisher ist von Wintersemester 2010 die Rede, allerdings wird eine schnellst mögliche Einführung angestrebt.
Geschrieben von Benjamin Erb am 23.01.2009 in Studium Kommentare: (0) Trackback: (1)
Tags für diesen Artikel: psychologie, studium, ulm
-13-
10
2008

Archiviertes aus dem Studium - Sommersemester 2008

Medienpädagogik, -didaktik und -psychologie: Empirische Untersuchung



Im Rahmen der Vorlesung "Medienpädagogik, -didaktik und -psychologie" wurden empirische Studien zu medienpsychologischen Themen durchgeführt. Unsere Arbeitsgruppe entschied sich für das Thema "Geschlechtsspezfisches Flirtverhalten in sozialen Netzwerken am Beispiel der Onlineplattform StudiVZ". Hierfür führten wir eine Onlineumfrage durch und stellten unsere Ergebnisse in Form eines Posters dar: Forschungsposter (PDF-Datei, Din A0)

HiWi-Job: Tutor bei der Veranstaltung "Programmierstarthilfe"


Im Rahmen meines Tutorenposten bei dieser begleitenden Veranstaltung und Einführung in die Programmierung für Studierende in den ersten Semestern war ich neben der Betreuung auch für die Erstellung von Übungsblättern mitverantwortlich. Die dabei enstandenen Übungsblätter sind auf der Seite des Instituts für Medieninformatik innerhalb des Intranet der Universität Ulm verfügbar.

HiWi-Job: Mitglied in der "Programmierwerkstatt"


Als Mitglied der Programmierwerkstatt im Sommersemester 2008 habe ich unter anderem an der Vorbereitung und Durchführung von Workshops mitgewirkt, das Material dazu gibt es auf den Seiten der Programmierwerkstatt der Universität Ulm.
Geschrieben von Benjamin Erb am 13.10.2008 in Studium Kommentare: (0) Trackbacks: (0)
Tags für diesen Artikel: progwerkstatt, psychologie, studium
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Benjamin Erb Benjamin Erb ist 24 Jahre alt und studiert an der Universität Ulm Medieninformatik.

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